Veröffentlichung "Umweltgerechtigkeit in der Sozialen Stadt"

Travertinpark_W+P

Veröffentlichung "Umweltgerechtigkeit in der Sozialen Stadt"


Der Travertinpark in unserem Soziale-Stadt-Gebiet Stuttgart-Hallschlag wird als gutes Praxisbeispiel in einer Veröffentlichung des Bundesumweltministeriums vorgestellt.

Unsere Kollegin Antje Fritz präsentierte beim Kongress "Umweltgerechtigkeit in der Sozialen Stadt" des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit am 13. Juni 2016 in Berlin das Projekt "Travertinpark - Stuttgart Hallschlag, Naherholungs- und Naturerlebnisraum".

Mit der behutsamen Erschließung einer industriellen Brache ist im Soziale Stadt-Gebiet Stuttgart-Hallschlag ein attraktiver Naherholungs- und Naturbeobach-tungsraum für die Bevölkerung entstanden. Seit 2007 sind wir im Hallschlag als Stadtteilmanagement tätig. Zur Strategie gehört die Verbindung von baulichen Maßnahmen mit sozial-integrativen Projekten. So auch beim Travertinpark, um ihn dadurch den Menschen nahe zu bringen, den Raum erlebbar zu machen und umweltbezogene oder gesundheitsfördernde Aspekte in den Alltag zu integrieren. Im Projekt “Natur im Hallschlag“ (gefördert von der Baden-Württemberg Stiftung) haben wir mit Kindern aus verschiedenen Einrichtungen u.a. ein Insektenhotel für den Travertinpark gebaut und die dort lebenden Wildbienen kennen gelernt. Die Projektgruppe Geschichte hat Tafeln mit gestaltet, die auf die siedlungs- und kulturhistorische Bedeutung des Parks aufmerksam machen.

Der Travertinpark bietet den Menschen Raum für Erholung und Bewegung – um-sonst und draußen - und trägt somit zur Gesundheitsförderung bei. Jährlich findet u.a. der Laufevent „Staffelflitz“ statt und ältere Menschen treffen sich einmal in der Woche zur „Bewegten Apotheke“, um gemeinsam durch den Stadtteil zu laufen verbunden mit Bewegungsübungen. In den Bürgergräten können die Menschen Gemüse anbauen und ihre Gemeinschaft pflegen.

Durch die neue Parkanlage haben sich die Umweltbedingungen für die Stadtteilbevölkerung verbessert. Außerdem sind mit der Römerstaffel sowie einem Geh- und Radweg auf der ehemaligen Güterbahntrasse neue Anbindungen nach Bad Cannstatt und Verbindungen in angrenzende Quartiere entstanden. Es wird Geschichte und Gegenwart verbunden, sichtbar und erlebbar gemacht. Der Travertinpark leistet auch einen Beitrag zum Imagewandel des Stadtteils – er ist Ausflugsziel und von überörtlichem Interesse. Der Travertinpark ist im Buch "Gärten und Parks in Stuttgart und Umgebung" (Jan Thorbecke Verlag, 2014) neben den berühmten Anlagen wie dem Stuttgarter Schlossgarten, Rosenstein- oder Killesbergpark veröffentlicht.

Vortrag:

»zum Vortrag von Antje Fritz (Weeber+Partner)

Links:

»zur Homepage der Sozialen Stadt Zukunft-Hallschlag
»zur Broschüre des Bundesministeriums (S.18/19)

Finanzierung:

»Verband Region Stuttgart
»Soziale Stadt
»Verfügungsfonds LHS Stuttgart
»Baden-Württemberg-Stiftung

Projektpartner:

»Amt für Stadtplanung und Stadterneuerung, LHS
»Garten-, Friedhofs- und Forstamt, LHS
»Amt für Umweltschutz, LHS
»Tiefbauamt, LHS
»Prof. Schmid | Treiber | Partner, Freie Landschaftsarchitekten
»Weeber+Partner, Institut für Stadtplanung und Sozialforschung