Gemeinsame Evaluierung der Programme Stadtumbau Ost und West

Auftraggeber:

Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit / Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung

Projektteam

Weeber+Partner Institut für Stadtplanung und Sozialforschung, Berlin/Stuttgart
in Kooperation mit InWIS Forschung und Beratung GmbH, Bochum

Publikation:

BBSR, BMUB (Hrsg.) (2017): Gemeinsame Evaluierung der Programme Stadtumbau Ost und Stadtumbau West.
»zum Download


BBSR (2016): Evaluierung Stadtumbau Ost und West. In: Informationen aus der Forschung des BBSR Nr. 5 / Okt. 2016, S. 3.
»zum Download

Links:

»www.staedtebaufoererung.info/
Gemeinsame Evaluierung

»www.bmub.bund.de
»www.bbsr.bund.de
»www.inwis.de

Gemeinsame Evaluierung der Programme Stadtumbau Ost und West

Wir haben im Auftrag des Bundesbauministeriums die beiden Städtebauförderungsprogramme vergleichend untersucht, um aufzuzeigen, inwieweit beide Programme künftig zu einem gemeinsamen, qualitativ aufgewerteten Stadtumbauprogramm zusammengeführt werden können.

Die Evaluierung bestätigt:
Notwendig ist der Stadtumbau, weil sich der demografische und wirtschaftliche Strukturwandel in Deutschland mit großer Dynamik vollzieht und sich immer stärker auf die städtebauliche Funktionalität und Qualität der Städte und Gemeinden in Ost wie West auswirkt. Diese Entwicklungen verlaufen regional sehr differenziert, wobei sich die Schere zwischen strukturschwachen, meist schrumpfenden, sowie stabilen und wachsenden Kommunen weiter öffnet.

Die Evaluierung schlussfolgert:
Stadtumbaumaßnahmen werden auch künftig sowohl für Kommunen in schrumpfenden als auch in wachsenden Regionen eine wichtige Funktion bei der Anpassung städtebaulicher Strukturen an den gesellschaftlichen Wandel zu erfüllen haben. Schon heute sind in Ost- wie Westdeutschland weitere städtebauliche Funktionsverluste und Missstände in den innerstädtischen Bereichen bzw. zentralen Versorgungskernen zu erwarten oder bestehen fort. Zugleich werden Maßnahmen zum Klimaschutz und zur Klimafolgenanpassung immer wichtiger. Im Sinne einer integrativen Stadtentwicklung sind deshalb die Maßnahmen im Stadtumbau deutlich stärker auch daran auszurichten und besser mit energetischen Quartierskonzepten und Klimakonzepten zu verzahnen.

Die Evaluierung empfiehlt:
Da beide Programme hinsichtlich ihrer strategischen Ziele und realisierten Stadtumbaumaßnahmen schon jetzt wenige Unterschiede aufweisen, spricht inhaltlich Vieles für ein gemeinsames Stadtumbauprogramm. Bisher gesonderte Förderkonditionen im Stadtumbau Ost vor allem zur Sanierung und Sicherung von Altbauten sollten in das gemeinsame Programm übernommen werden. Die Programmatik muss auch künftig durch ein hohes Maß an Flexibilität und Anpassungsfähigkeit charakterisiert sein. Das gemeinsame Stadtumbauprogramm ist in diesem Sinn als ein zentrales Städtebauförderungsprogramm zur Anpassung an den demografischen und wirtschaftsstrukturellen Wandel weiter auszugestalten.