Einige aktuelle Ergebnisse des Städtevergleichs Kitagebühren

Einige aktuelle Ergebnisse des Städtevergleichs Kita-Gebühren

  • Für die Vollzeitbetreuung eines Kindes unter 3 Jahren reicht die Spanne der Elternbeiträge von rund 180 Euro/Monat für einen Haushalt mit durchschnittlichem Einkommen (Konstanz, Stuttgart) bis rund 290 Euro (Schwäbisch Gmünd). Die Differenz zwischen relativ hohen und niedrigen Elternbeiträgen beträgt über 1.000 Euro pro Kind und Jahr. Noch größer werden die Unterschiede zwischen den Städten, wenn zwei Geschwister eine Kita besuchen.

  • Für Haushalte Alleinerziehender mit unterdurchschnittlichem Einkommen und zwei Kindern sind die Elternbeiträge meist wesentlich reduziert. Als vergleichsweise günstig können um die 100 Euro pro Monat für die Vollzeitbetreuung eines Kindes unter 3 Jahre gelten (Tübingen, Heilbronn, Heidelberg). Mehrere Städte fordern Haushalte mit geringem Einkommen dazu auf, Anfrage oder Antrag an das Jugendamt zu stellen, entsprechend unübersichtlich sind die Gebühren vorab.

  • Im Kindergartenjahr 2015/2016 wurden in vielen Gemeinden die Kitagebühren erhöht, zum Teil wesentlich stärker als die Lebenshaltungskosten angestiegen sind. Die Gemeinden haben in den letzten Jahren erheblich in den Ausbau der Kinderbetreuung investiert. Die Elternbeiträge decken nur einen kleinen Teil der Kosten eines Kitaplatzes.

  • Für Haushalte mit unterdurchschnittlichem Einkommen, mehreren Kindern in der Kindertagesstätte und Alleinerziehende gab es in vielen Städten keinen oder nur einen geringen Gebührenanstieg. Die Sozialkomponente wurde bei den Gebührenanhebungen meist stärker berücksichtigt.